Grauburgunder

Blätter und Trauben der Rebe Ruländer. Foto: Rosenzweig. Lizenz: [GNU-Lizenz für freie Dokumentation]. Die Originaldatei ist hier zu finden. Blätter und Trauben der Rebe Ruländer. Foto: Rosenzweig. Lizenz: [GNU-Lizenz für freie Dokumentation]. Die Originaldatei ist hier zu finden.

Herkunft und Verbreitung:

 

Der graue Burgunder, auch Ruländer genannt, gelangte im 14 Jhd. über Ungarn und die Schweiz nach Deutschland. Die französische Bezeichnung "pin" (von Pinot gris) zu deutsch "Kiefer" beschreibt die an Kiefernzapfen erinnerende Traubenform (DWI). Vermutlich aus einer Mutation des Spätburgunders entstanden. Deutschlandweit mit knapp 4500 Hektar bestockter Fläche im Mittelffeld des Sortenspiegels. In der Pfalz cirka 1000 Hektar.

 

Standortansprüche und weinbauliche Eigenschaften:

 

Mittlere Ansprüche an Böden und Wärme. Dichtbeerigkeit führt zum Befallsdruck mit dem Botrytispilz, der für edelsüße Weine sogar gewollt ist. Ansonsten robuste Sorte was Krankheitsbefall und Forstempfindlichkeit betrifft.

 

Weine und Genuss:

 

Spektrum des Ausbaus von trocken (als Grauburgunder geführt) bis hin zu Süßweinen (Ruländer). Ebenso variierendes Bild je nach Ausbauart: blassgelb, goldgelb oder bernsteinfarben. Duft typischerweise nach Nüssen, Mandeln und Trockenobst. Neben schweren, edelsüßen Auslesen werden trockene Kabinettweine ausgebaut. Auch Barriqueweinausbau. Trockene Weine passen gut zu Lamm, Jungwild oder reifem Weichkäse, süße Spätlesen zu Edelpilzkäse und zu Desserts mit Honig (vgl. DWI).

 

 

Literatur:

 

Müller, Edgar (2008): Rebsorten und Unterlagen. - In: Müller/Walg/Lipps (Hrsg.): Der Winzer. Weinbau, Seite 42-66, Stuttgart.

 

Wikipedia

 

DWI