Kerner
Herkunft und Verbreitung:
Gilt als erfolgreichste deutsche Weißweinneuzüchtung nach dem Müller-Thurgau (Müller 2008, S. 63). 1929 von August Herold aus Trollinger x Riesling gekreuzt. Deutschalndweit mit knapp 4000 Hektar oder knapp 4% der Fläche noch verbreitet, aber rückläufig. In der Pfalz cirka 1200 Hektar bestockte Fläche.
Standortansprüche und weinbauliche Eigenschaften:
Weder nasse noch trockene Böden. Mostgewichte über denen des Riesling, weniger Säure als Riesling. Gilt als anfällig gegen Oidiumbefall, bildet viele Geiztriebe, was intensive maschinelle Laubarbeit nötig macht.
Weine und Genuss:
Spektrum der Weine von Schoppenweine bis hin zu edlen Spätlesen reichend. Farblich zwischen hellgelb und strohgelb gelegen, liefert der Kerner ein fruchtiges Bukett (grüner Apfel, Aprikose, Johannisbeere). Als Schoppenwein wegen seiner spritzigen Säure geschätzt. Als halbtrockener Qualitätswein passt er zu Fischgerichten, Salaten oder mildem Schnittkäse.
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