Riesling
Herkunft und Verbreitung:
nachweislich seit 1430 im Raum Worms angebaut; in Deutschland an der Mosel und in der Pfalz dominierend: je cirka 5200 Hektar bestockte Rebfläche. Deutschlandweit nimmt der Riesling über 20% der Rebfläche ein und ist damit als Hauptleitsorte anzusprechen.
Standortansprüche und weinbauliche Eigenschaften:
höchste Lageansprüche (Energie) aller in Deutschland angebauten Weißweinsorten, relativ geringe Bodenansprüche, besonders auf warmen Sandböden oder steinigen Steillagen kultiviert, da trockenheitstolerant. Robuste Sorte, was Schädlingsbefall (Peronospora, Oidium, und Phomopsis) und Frostresistenz angeht, späte Reife, fruchtige Säure.
Weine und Genuss:
Sehr breites Mostgewichtsspektrum vom Tafelwein bis zur Trockenbeerenauslese. Feinfruchtig, elegante Weine. Der Riesling zeigt typischerweise eine blassgelbe, ins grünlich-gelbe tendierende Farbe, im Duft dominieren Pfirsich oder Apfel. Die hohe natürliche Säure bietet ein gutes Potential zur Versektung.
Trockene bis halbtrockene Rieslinge passen zu leichten Gerichten, gedünstetem See- oder Süßwasserfisch, gekochtem Fleisch mit hellen Saucen.
Halbtrockene bis liebliche Spätlesen harmonieren gut mit Frischkäse.
Literatur:
Müller, Edgar (2008): Rebsorten und Unterlagen. - In: Müller/Walg/Lipps (Hrsg.): Der Winzer. Weinbau, Seite 42-66, Stuttgart.
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